Stabilisierung und/oder Integration - kritische Fragen über Möglichkeiten und Grenzen der Schnittstellenbewältigung
Tom Schmid

Diskriminierende Kodifizierungen, Diagnosen, die ein eindeutiges Werturteil darstellen, Definitionen von Krankheitszuständen, die zum Stigma geraten, machen evident, was Psychiatrie heute für uns bedeutet: die Ideologie des Andersseins, die Vertiefung der Kluft zwischen Gesundheit und Krankheit, Norm und Abweichung” (Basaglia, Basaglia-Ongaro 1972). Wenn wir gedanklich das Wort “Psychiatrie” durch “Betreuung behinderter Menschen” ersetzen, stellen wir fest, wie aktuell heute, dreißig Jahre nach diesem Leittext über die De-Institutionalisierung der Betreuung abweichenden Lebens, dieser Befund über die Kluft zwischen Gesundheit und Krankheit, Norm und Abweichung und auch der Befund über die Vertiefung dieser Kluft eigentlich immer noch ist. Selbstbestimmtes Leben, also die Schaffung jenes Möglichkeitsraumes, in dem sich das “Anderssein” entfalten kann, ohne auf gesellschaftliche Teilhabe verzichten zu müssen, ist heute immer noch nicht state of the art der Politik für (und weniger: mit) Menschen mit Behinderungen.

Notwendige und gefährdende Ausgrenzungen
Wenn es stimmt, dass unsere Gesellschaft abweichendes Verhalten (bzw. abweichende Zustände) als konstituierendes Merkmal für ihren Zusammenhalt benötigt, welche Erfolgsaussichten hat dann eine Strategie der Integration? Denn diese Stigmatisierung des Andersseins durch die Gesellschaft ist zu konstatieren, aber sie ist nicht vorschnell moralisch zu verurteilen. Denn Gesellschaften benötigen abweichendes Verhalten, um sich selbst konstituieren zu können und definieren und erzeugen es daher immer wieder selbst. Ansätze zur Inklusion, also zur Überwindung dieses Ausschlusses, finden daher ihre Grenzen, wo Gesellschaften “ihre” Anderen konstruieren, um ihre eigenen Grenzen zu finden.

Inklusionsstrategien wirken letztendlich nicht systemstabilisierend und können Nachhaltigkeit nur entwickeln, wenn sie einen “systemsubversiven” Ansatz verfolgen im Sinne einer Destabilisierung jener Selbstdefinitionen von Gesellschaften über ihre Außenseiter (siehe z.B. Elias, Scottsohn 1990), die Ausschluss aus der Gesellschaft, oder wie wir es heute bezeichnen: Exklusion, konstruiert. Inklusionsstrategien liegen daher der gesellschaftlichen Politik immer quer, und zwar umso mehr, je stärker sie besonders ausgegrenzte Gruppen (behinderte Menschen, suchtkranke Menschen, AusländerInnen) zum Handlungsfeld erkoren haben.

Inklusion, also die Einbeziehung Aller in die Gesellschaft (ins Zentrum, nicht an den geduldeten Rand) gefährdet also alte Stabilitäten und Sicherheiten, Überzeugungen und Vorurteile. Sie kann nicht ohne das Verstehen gesellschaftlicher Interessen und Interessenslagen gedacht werden. Denn Inklusion und Exklusion bilden eine gegenbegriffliche Einheit; Inklusion ist ohne gleichzeitige Exklusion nicht sinnvoll zu denken, geschweige denn gesellschaftlich zu realisieren. Gesellschaft braucht ihre Außenseiter oder mit Luhmann: “Erst die Existenz nichtintegrierbarer Personen oder Gruppen lässt soziale Kohäsion sichtbar werden und macht es möglich, Bedingungen dafür zu spezifizieren.” (Luhmann 1997: 621)

Ein “Herausfallen aus der Gesellschaft” ist jedoch undenkbar. Den auch die aus der Gesellschaft Ausgeschlossenen leben weiter in der Gesellschaft: An ihren Rändern, in Nischen, in innerer Zurückgezogenheit oder – nicht zu selten – in Anstalten. Es gilt also die Wechselwirkung von Zugehörigkeit und Ausschluss in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang zu denken – und damit in ihren gesellschaftlichen Funktionen. So gilt zu fragen, wer gewinnt durch Zugehörigkeit, wer gewinnt durch Ausschluss?

Exklusion kann nicht nur als nötige Grenzziehung verstanden werden, sondern gleichermaßen als Verlust von Interdependenzbeziehungen beschrieben werden; somit wird sie nicht nur ein Problem für die betroffenen Individuen, sondern auch für die Gesellschaft: Diese verliert durch ihre Selbstdefinition mittels Ausgrenzung gleichzeitig gewissermaßen an vergesellschaftender Kraft - Eine Gesellschaft, die (viele ihrer) Mitglieder zum “Anderssein” verurteilt, die zahlreiche Menschen ausschließt, verliert an innerem Zusammenhalt und muss diesen durch immer höhere Aufwände - also auch durch immer stärkere Ausgrenzungen - wieder herstellen.

Begriffsklärung
Bevor im weiteren Verlauf über Integration als Strategie zur Inklusion “abweichenden Verhaltens” in die Gesellschaft zu reden sein wird, sind einige Begriffsklärungen nötig:

Sozialpolitische Aufgaben können definiert werden als kollektive Absicherung möglicher oder sicherer Risken. Diese (und damit auch die Aufgaben der “Behinderten-Politik” lassen sich durch vier Bestimmungen näher beschreiben : Die Aufgabe der Sozialversicherung als größter Akteur in der (österreichischen) Sozialpolitik ist die Deckung abstrakter Bedarfe, das heißt sie ist normengerechter Entscheidung mit begrenztem Spielraum in Einzelfall verpflichtet.

Problemfelder
Politik mit und für Menschen mit Behinderungen ist ein Teil gesellschaftlicher Sozialpolitik und kann daher nur mit dieser gemeinsam begriffen werden. Sozialpolitik ist ein komplexes Handlungsfeld und darf nicht auf einzelne Dimensionen reduziert werden. Sie ist nicht nur Armutspolitik, sondern sichert Lebenslagen nahezu aller Bevölkerungsschichten. Sie ist daher auch nicht bloße Alterspolitik und deswegen auch nicht beispielsweise auf “das Pensionsproblem” zu reduzieren. Das ist keine unwichtige Feststellung, denn wer Sozialpolitik mit Armenfürsorge gleichsetzt und auf “die Bedürftigen” reduziert, sieht nur eine (wenn auch wichtige) Dimension staatlicher Sozialpolitik, läuft aber Gefahr, die für das Funktionieren des Solidarsystems ebenso wichtige Gruppe der “guten Risken” als Beitragszahler und als Mitträger des Systems zu verlieren – wenn nämlich deren Reziprozitätserwartungen zwischen ihren Beiträgen und ihren zu erwartenden Leistungen nicht mehr erfüllbar scheinen.

Soziale Sicherung meint daher ein umfassendes und komplexes System, das den verschiedensten Problemen der Gesellschaft oder einzelner ihrer Gruppen gerecht werden muss und umfasst sowohl Probleme der - zwischen Generationen verteilenden - Sicherung des Lebensstandards (“Beitragsgerechtigkeit”) wie der - zwischen Einkommensgruppen verteilenden - auf die Sicherung von grundlegenden Lebensmöglichkeiten orientierenden Armutspolitik (“Verteilungsgerechtigkeit”). Daraus ergeben sich für (staatliche) Sozialpolitik folgende Problemfelder:

Das Armutsproblem: Die Bedeutung “alter” (zum Teil schwindender) Armutsbereiche (wie etwa das Problem der Altersarmut oder das Armutsrisiko durch Pflegebedarf) werden zunehmend durch “neue” Armutssegmente (z.B. kinderreiche Familien, AlleinerzieherInnen oder langzeitarbeitslose Menschen bzw. ausgegrenzte Menschen mit Behinderungen) und das Entstehen von Armutsbereichen längs ethnischer Trennlinien (ArbeitsmigrantInnen und Flüchtlinge) überlagert. Armut wird jedoch zunehmend “verzeitlicht”, individualisiert, aber auch in erheblichem Ausmaß sozial entgrenzt (siehe Leibfried, Leisering 1995) Armutsrisiken werden somit vielfältiger, aber Armutssituationen werden instabiler und flexibler – daher auch durch sozialpolitische Intervention erfolgreich bearbeitbar!

Das Sicherungsproblem: Traditionelle lebensstrukturierende Sicherungssysteme (v.a. Alterssicherung) und Risikosicherungen (Unfall, Kranken, Arbeitslosigkeit) müssen sich auf dem Boden einer Gesellschaft aufbrechender Lebenslänglichkeiten und größer werdender Risiken bewähren und stehen zunehmend Anforderungen gegenüber, für die sie eigentlich nicht entwickelt worden sind. Denn der normative Zusammenhang der zentralen Sicherungssysteme wird nach wie vor über die Normalerwerbsbiografie geschaffen, unabhängig von deren tatsächlichen (schwindenden) Bedeutung in der Lebensbiografie vieler Menschen. Die Prägung moderner Lebensläufe durch den Sozialstaat führt daher dazu, dass jede umfassende Veränderung überkommener Lebenslaufmuster auch die bisherige Form staatlicher Sozialpolitik in Frage stellt, und zwar sowohl aus Sicht der Bedürfnisse wie der Angebote. Auf der Ebene der Wahrnehmung bestehen hier Angriffsflächen einer auf “Überversorgung” und “Missbrauch” basierenden Treffsicherheits-Debatte.

Das Gender-Problem: Ungleichheiten längs der Geschlechterlinie sind evident; wieweit die Sicherungssysteme hierauf mit formal ungleichen Reaktionen (Behandlungen) antworten sollen, ist aber (insbesondere aus der Sicht der erwerbszentrierten Sicherungssysteme) noch nicht endgültig beantwortet worden. “Verlaufsschäden” im weiblichen Lebensverlauf werden durch die Ungleichverteilung der Reproduktionsaufgaben, die Ungleichbehandlung am Arbeitsmarkt (in Beschäftigungschancen wie Karriereverläufen) und durch ungleiche Auswirkungen der erwerbsorientierten Transfersysteme verursacht und teilweise verstärkt; nachhaltig wirksame Gegenstrategien sind erst in Ansätzen (z.B. “Gender Mainstreaming”) entwickelt.

Das Betroffenenproblem: Sozialpolitik, wie insbesondere in der “Behindertenpolitik” deutlich wird, ist heute immer noch vor allem Politik “für” die Menschen, aber Kaum Politik “mit” den Menschen oder gar (gesellschaftlich unterstützte) Politik der betroffenen Menschen. Die Integration von Instrumenten wie “Betroffenen-Mainstreaming” kann garantieren, dass zumindest der Blickwinkel jener, die eigentlich als Begünstigte dieser Politik zu betrachten sind, in die Entwicklung und Durchsetzung von Interventionsstrategien einbezogen wird.

Das “Abschreckungsproblem”: Verschiedentlich sind soziale Sicherungssysteme so ausgestaltet, dass es in der Praxis beim Vorliegen bestimmter Lebenslagen zu einem Ausschluss oder zur Verminderung von Leistungen mit nachhaltiger Wirkung auf den weiteren Lebensverlauf kommt. Die Familie gilt in sozialen Sicherungssystemen insofern als “black box”, als innerfamiliäre Transfer- und Schutzfunktionen vorausgesetzt, jedoch nicht evaluiert werden. Auch Deregulierung und Privatisierung von Daseinsvorsorge schafft vielfältige Abschreckungsprobleme. Daher gilt, “insoweit Sozialpolitik die Armutsdrohung immer mit sich führt, ist sie nicht nur Politik gegen Armut, sondern auch Politik mit Armut.” (Leibfried, Leisering 1995: 37, Hervorhebungen im Original)

Das Problem der Beitragsflucht: Beitragsfinanzierte Sozialsysteme sind auf die Solidarität der Beitragszahler angewiesen; diese wieder erfordert eine Reziprozität der zu erwartenden Leistungen gegenüber den Beiträgen.(siehe z.B. Schmid 1998) In der Wirkungsweise des auf Reziprozität begründeten Solidarverhaltens ist zwischen Leistungen aus dem (allgemein wirkenden) Steuersystem und dem (persönlich wirkenden) Beitragssystem zu unterscheiden. Während die Steuerflucht anderen, hier nicht zu untersuchenden Gesetzmäßigkeiten folgt, hängen die Fluchtbestrebungen aus dem Beitragssystem der Sozialversicherung nur zu einem geringen Ausmaß mit der (absoluten) Beitragshöhe, aber in hohem Ausmaß mit einer subjektiv abnehmenden Leistungserwartung zusammen.

Was hält die Gesellschaft zusammen?
Die Kernfrage bei der Analyse der Probleme des Sozialstaates wie seiner Weiterentwicklung ist und bleibt die Frage: Was hält die Gesellschaft zusammen?

Die Kombination von Erwerbsarbeit und sozialen Sicherungssystemen, also die (wie auch immer) gelöste Verbindung von Armutspolitik und Einkommensersatz bleibt die Konstituierende der großen Solidargemeinschaften und bildet damit den Kern des sozialen und wirtschaftlichen, letztendlich auch des politischen Zusammenhaltes der Gesellschaft. Das bedeutet aber gleichzeitig nach wie vor: Wer aus dem Erwerbssystem dauerhaft oder befristet ausgegrenzt ist, läuft Gefahr, an den Rand der Gesellschaft abgedrängt zu werden – verliert nicht nur Einkommen, sondern auch Möglichkeiten gesellschaftlicher teilhabe, also an Status, Anerkennung und außerhäuslicher Kommunikation.

Die sozialstaatliche Lebenslaufsteuerung ist daher in einer erwerbszentrierten Gesellschaft nach wie vor eine auf die (möglichst ideale) Erwerbsbiografie orientierende Steuerung. Sie wirkt indirekt und mittelbar, indem und insoweit sie Rechte und Chancen der Teilhabe schafft. Aber der Zugriff des Sozialstaates auf diese Lebenslauf- und Lebensplansteuerung ist nicht direktiv, sondern er richtet sich vielmehr auf allgemeine Voraussetzungen, schafft Kompetenzen und stellt verallgemeinerte Ressourcen bereit. Ob und wieweit sie genutzt werden bzw. genutzt werden können, wird auf Ebene persönlicher Lebens(plan)entwicklungen durch Mikropolitik des jeweiligen Arbeitsmarktes, des jeweiligen sozialen und kulturellen Milieus, aber auch über das Geschlecht, den körperlichen und geistigen Gesundheitszustand, die regionale oder nationale Zugehörigkeit, das Lebensalter und über individuelle Entscheidungen der Betroffenen wie ihrer Angehörigen entschieden.

So gesehen schafft der Sozialstaat “Gelegenheiten” im Nahraum der Betroffenen/Berechtigten und erhöht damit ihre Handlungsfähigkeit und Gestaltungskompetenz. Wesentlich ist dabei jedoch der Verrechtlichungsaspekt staatlicher Sozialpolitik, denn ihre Aufgabe und Zielsetzung ist nicht vorrangig darauf gerichtet, Interventionen auf vielfältige und individuelle Lebenslagen Einzelner zu richten, sondern abstrakte Bedarfe (z.B. Einkommensersatz auf Grundlage gesetzlicher Ansprüche) zu befriedigen. Daher wirkt rechtsstaatliche Sozialpolitik über abstrakte Normen (Gesetze, Verordnungen, Satzungen, Richtlinien).

Die Sozialgesetzgebung definiert bestimmte Risken bzw. transferabhängige Lebenssituationen als zeitlich begrenzte Lebenslagen (Bildung, Arbeitslosigkeit, Krankheit, alter, etc.) und liefert in der Regel mit der Definition des Zustandes auch gleich die verrechtlichte Antwort in Form eines bestimmten zeitlich begrenzten Leistungsniveaus.

Diese Zusammenhänge können in Anlehnung an Leibfried und Leisering (Leibfried, Leisering 1995: 26) als Funktionsmodell von Sozialstaat und Lebenslauf dargestellt werden:

Sozialstaat_u_Lebenslauf
Die vier Ebenen sozialstaatlicher Intervention sind stark an je spezifische Lebensphasen gebunden.

Bildung: Sozialstaatliche Intervention, die grundlegende lebensgestaltende Möglichkeitsräume schafft (Vorselektion für den Arbeitsmarkt), an das Kinder- und Jugendalter gebunden und durch familienpolitische Interventionen gestützt ist.

Risikointervention: Staatliche Interventionen vom Typ “soziale Risikobearbeitung” (Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Armut), der vor allem in der mittleren Lebensphase (Erwerbs- und Familienphase) eine besondere Bedeutung zukommt.

Alterssicherung: Staatliche Intervention mit dem Effekt der Verstetigung eines lebensdurchschnittlich erreichten Einkommens- und Statusniveaus, die historisch im 20. Jahrhundert die grundlegende Voraussetzung für die Herausbildung des Alters als eigenständigen dritten Lebensabschnittes war. Das Prinzip der “Teilhabeäquivalenz” schafft im Gegensatz zu den versicherungsmathematischen Prinzipien einer kapitalgedeckten Altersvorsorge keine absolute Äquivalenz von Beiträgen und Leistungsansprüchen, sondern garantiert eine Verlängerung der jeweils relativen (lebensdurchschnittlichen) eigenen oder über Hinterbliebenenleistungen “abgeleiteten” Position in der Lohn- und Gehaltshierarchie in den Ruhestand hinein. Dies wird durch die Umlagefinanzierung möglich.

Pflegesicherung: Die jüngste Form staatlicher Intervention (in Österreich), die durch eine Kombination von Geld- und Sachleistungen das Pflegerisiko sozial bewältigbar macht, wirkt überwiegend im höchsten Alter und schafft eine materielle Grundlage für die Entstehung eines eigenen “vierten” Lebensabschnittes.

Allerdings sind zwei wesentliche Defizite dieses Bildes zu konstatieren :

Armut und Ausschluss
Herkömmliche Armutsdefinitionen orientieren am Mehr oder Weniger der Einkommensverteilung. Der Exklusionsbegriff wirkt hingegen breiter, er beschreibt jeden gesellschaftlichen Ausschluss, vor allem aber Ausschlüsse längs der Dimensionen “Armut” und “Arbeitslosigkeit”. Problembereiche der Exklusion sind Armut, Arbeitslosigkeit, Gesundheitsdefizite, Migration, Ausschluss aus informellen Netzwerken, politische Marginalisierung. Exklusion ist daher am ehesten mit “sozialer Ausgrenzung” zu übersetzen und umfasst nicht nur Armut, sondern auch langandauernde Arbeitslosigkeit, die Zugehörigkeit zu einer ausgegrenzten Minderheit oder regionale Ausgrenzung. Als Begriff wurde “Exklusion” 1989 von der EU-Kommission in die Europäische Sozialpolitik eingeführt und setzt sich immer mehr zur Beschreibung “sozial abweichendem Verhaltens oder Seins” durch.

Exklusion beschreibt Prozesscharakter in doppeltem Sinn: Exklusion wird von gesellschaftlichen Instanzen bewirkt (Staat, Unternehmen, Sozialversicherungen, AMS, Medien,...) und sie macht Erosion sozialer Sicherheit deutlich. Exklusion lenkt den Blick auf biografische Kumulation schlechter Ausgangslagen oder hemmender Faktoren und Ereignisse in der eigenen Lebensbiografie (Ineinanderwirken von Ausgrenzungsfolgen und –erfahrungen). Gesellschaftlicher Ausschluss von Lebenschancen ist immer auch mit individueller Erfahrung des Scheiterns verbunden und das bedeutet Nutzlosigkeit als soziale Zuschreibung und Lebensgefühl zugleich. Auch das Nichterkennen des Unterschiedes zwischen dem “nicht können” und einem “nicht wollen” ist ein Ausgrenzungsinstrument, insofern die Zuweisung in der Regel zum “Nicht-Wollen” tendiert. Ältere, kranke oder behinderte Menschen, die die geforderte Leistung nicht (mehr) erbringen können, werden ausgegrenzt, weil sie diese Leistung in der Wahrnehmung ihrer Umwelten nicht erbringen wollen.

Zusammenfassend muss Exklusion daher als Exilierung innerhalb der Gesellschaft beschrieben werden.

Insbesondere im Handlungsfeld der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen eignet sich der Exklusionsbegriff daher deutlich besser zur Beschreibung ihrer aktuellen Situation als der klassische Armutsbegriff, denn Ausschluss ist subtil und wirkt (oft) auch dort, wo keine Einkommensarmut zu konstatieren ist. Mit anderen Worten: Beseitigung von Armut allein kann die gesellschaftliche Ausgrenzung nicht auflösen, aber ohne Beseitigung der Armut kann es keine Inklusion geben.

Wider den Armutsvoyeurismus
Sozialpolitische Diskurse, aber auch armutsfocusierte Sozialberichterstattung neigt dazu, den Blick auf die Armut zu absolutieren. Armutslebenslagen werden in den grellsten Tönen dargestellt, sozialpolitische Verschlechterungen fast lustvoll aneinander gereiht. Jede aktuelle Epoche wird als Epoche “des Sozialabbaus” beschrieben, menschliche Lebenslagen als immer trister und bedrohlicher dargestellt. Öffentliche Haushalte seien bereits an der Grenze des Zusammenbruchs angelangt, der Zusammenbruch des Sozialstaates sei nur mehr eine Frage der Zeit. Bourdieu nennt das “das Elend der Welt” bzw. das “alltägliche Leiden an der Gesellschaft”(Bourdieu 1998).

Was ich in diesem Zusammenhang – zugegebenermaßen plakativ - als “Armutsvoyeurismus” bezeichne, kann man in wissenschaftlicher Sprache auch als “Defizitdiskurs” (Vobruba 1991: 40ff) bezeichnen. Und das “übliche Verfahren im sozialpolitischen Defizitdiskurs läuft so ab: Erst wird der sozialpolitische Versorgungsstand einer Gruppe erhoben. Dann wird dieser Versorgungsstand an einem Maßstab ausreichender Versorgung gemessen. Als Maßstab fungieren entweder gesetzlich fixierte Sozialleistungsstandards oder das normative Dafürhalten der sozialpolitisch engagierten Forscher. Man deklariert, so oder so, wie viel man ‚für genug’ hält. Erstere Variante läuft auf Untersuchungen der Ursachen von Nichtanspruchnahme sozialstaatlicher Leistungen hinaus, letztere Variante führt – je nach der frei definierten Armutsgrenze – zu relativ beliebigen Feststellungen von gesellschaftlichen Armutspotentialen. Dies mündet nicht selten in eine politische Konkurrenz, aus der jener als der ‚kritischste’ Sozialpolitiker hervorgeht, der die höchsten Armutszahlen zustande bringt. Schließlich wird dann aus den festgestellten sozialpolitischen Versorgungsdefiziten auf sozialpolitischen Handlungsbedarf geschlossen, und es werden entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen.”(Vobruba 1991: 40f)

Allerdings, dieser “Armutsvoyeurismus” oder “Defizitdiskurs” hat durchaus seinen Sinn. Er kann den Blick auf die je aktuellen größten Probleme lenken und die Öffentlichkeit – und somit auch die Politik – empfänglich für sozialpolitische Interventionen machen. Er kann für den politischen Diskurs und für Medienaktionen durchaus geeignet sein. “Die Sinnhaftigkeit”, so Vobruba daher, “des sozialpolitischen Defizitdiskurses steht außer Zweifel. Tatsächlich bedarf es des Nachweises und auch immer wieder der Hinweise auf sozialstaatliche Versorgungsdefizite als sozialpolitische Handlungsorientierungen und als Handlungsanstöße ebenso wie des moralisch motivierten Engagements für sozial Schwache. (..) Die praktische Sinnhaftigkeit des sozialpolitischen Defizitdiskurses ist begrenzt. Denn dem Defizitdiskurs liegt ein zu einfaches Akteursmodell zugrunde. Das heißt: Argumentationen im Defizitdiskurs gehen – explizit oder implizit – davon aus, dass der Nachweis von Versorgungsdefiziten ausreicht, um sozialpolitisch kompetente Akteure zum Handeln zu bringen.”(Vobruba 1991: 41).

Aber nicht nur politische Handlungsmuster sind komplex und folgen in der Regel komplexen Interessensstrukturen und Interessensverflechtungen, auch die diesem Diskurs zugrunde liegenden Problemlagen sind komplex. Es geht vielmehr darum, Sozialstruktur als Prozess zu fassen (Kohli 1999: 112). Armutslebenslagen oder armutsgefährdende Lebenslagen sind (zumindest hierzulande) zeitlich begrenzt, und zwar sowohl in ihrer je konkreten Erscheinung wie in den Lebenslagen der Betroffenen.(siehe Leibfired, Leisering: 1995). Und sozialpolitische Leistungen kommen nicht nur – in der Regel nicht einmal hauptsächlich – den sozial Bedürftigen zugute. Sie sind vielmehr vor allem ein Instrument der Verstetigung des Lebenslaufes: Pensionen, Krankenversicherungen, Arbeitslosenversicherungen, Pflegevorsorge dienen mehr dem (materiellen) Erhalt eines “normalen” Lebenslaufes als der Beseitigung von Armutslebenslagen (siehe Schmid 2000). Und manche “Armutslebenslagen” können durchaus ein missverständlicher Ausdruck einer materiell stabilen Lebenslage sein, etwa wenn jemand wie bereits erwähnt zwar als “langzeitarbeitslos” gilt, aber mit Hilfe betrieblicher Zusatzleistungen materiell abgesichert auf seine Pension wartet.

Wichtigstes Element zur Überwindung des “Defizitdiskurses der Ausgrenzung” ist die Entwicklung einer lebenslauftheoretischen Sicht von Armut und Ausgrenzung. Dabei wird deutlich, dass Armut (zumindest in Mitteleuropa) in der überwiegenden Zahl der Fälle kein biografischer Dauerzustand, sondern ein lebensgeschichtlicher Abschnitt ist. “Dynamik der Armut heißt, das sie überwiegend eine zeitlich begrenzte Erfahrung im Lebenslauf darstellt. Das ist eine gute und eine schlechte Nachricht: eine gute, insofern Armut überwiegend nicht ein chronifizierter Dauerzustand ist; eine schlechte, insofern sie – wie schon Rowntree feststellte - gerade in ihrer Wechselhaftigkeit einen erheblich größeren Kreis betrifft, als die Querschnittsbeobachtung vermuten lässt.” (Kohli 1999: 118)

Auch Ulrich Beck (Beck 1986) hat darauf hingewiesen, dass Ungleichheit und Ausgrenzung heute immer weniger entlang der Grenzen festgelegter Klassen und fest umschriebener Personengruppen in statischer Stabilität verläuft, sondern häufig in Form vorübergehender “Ungleichheitsphasen”, und sie trifft kaleidoskopisch Viele. Biografien werden immer unübersichtlicher, nehmen immer mehr die Gestalt von “Patchwork-Biografien (siehe z.B. Beck, Beck-Gernsheim 1990)” an – mit zahlreichen Brüchen, mit Phasen der Ausgrenzung und mit Phasen ihres Gegenteils.

Es gilt also, um den “Defizitdiskurs” zu überwinden, eine konkrete, je sozial verortete Sicht der Problemlagen zu entwickeln und Sozialstruktur als Prozess zu fassen. “Die Individuen können nicht fest einer sozialen Kategorie zugeordnet werden; es muss immer mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass sich ihre Zugehörigkeit im Lauf des Lebens verändert. Das stellt die Forschung über soziale Ungleichheit und Ausgrenzung vor theoretische und methodische Anforderungen, denen sie sich bis auf wenige Ausnahmen lange verweigert hat.” (Kohli 1999)

Wie hilfreich der “Defizitdiskurs” oder “Armutsvoyeurimus” auch sein mag, wenn es gilt, öffentliche – und damit auch politische – Aufmerksamkeit handlungsorientiert auf ein bestimmtes Problem zu lenken, so gefährlich bleibt er bei der tatsächlichen Überwindung gesellschaftlicher Problemlagen. Dazu ist eine Verschiebung vom wohltätigen zum sozialen Bewusstsein notwendig, das bedeutet aber eine Verschiebung der Armuts- oder Ausgrenzungszuweisung von individuellen zu sozialen und ökonomischen Begründungen. Wenn nicht “die Armen” bzw. “die Ausgegrenzten” zu Schuldigen ihrer Armut gemacht werden sollen, sondern gesellschaftliche Faktoren, die Armut erzeugen, verstärken, aber auch wieder aufheben können, auszumachen sind, um sie bearbeiten und verändern zu können, stört die Individualisierung von Armut, die Skandalisierung einzelner Armutslebenslagen. Denn dieser singuläre Blick verdeckt die Sicht auf die komplexen Zusammenhänge.

Integration
Ausgehend von einem Inklusionsansatz wäre es nunmehr lohnend, zu überprüfen, wie weit sich Integration in dem Sinn, wie sie im behinderungspolitischen Diskurs (siehe z.B. Feuser 1995) entwickelt wurde, als strategisches Prinzip der Inklusion eignen würde. Wie bereits weiter oben definiert meint “Integration” in diesem Diskurs einen über die reine Stabilisierung von Lebenssituationen von KlientInnen hinausgehenden Ansatz, der verändernde Interventionen in gesellschaftliche Rahmenbedingungen einschließt und sich auf vier Elemente stützt: Auf das Normalisierungsprinzip, auf Kritik- und Konfliktfähigkeit im Integrationsprozess, auf die Akzeptanz abweichenden Verhaltens oder Seins sowie auf einen wechselseitigen gleichberechtigten Dialog aller am Integrationsprozess Beteiligter.

Dieser Integrationsansatz erfordert sowohl eine Arbeit am/an der KlientIn mit den Elementen Pädagogischer Ansatz, Problemlösung, Empowerment wie eine Arbeit im Gemeinwesen mit den Elementen: Definition von relevanten Umwelten, Empowerment dieser Umwelten und Veränderung von Rahmenbedingungen, wo dies nötig ist.

Dieser Integrationsansatz ist ein gesellschaftspolitischer Ansatz mit einem Gemeinwesen- und Veränderungsbezug. Das bedeutet, Integration in dem hier entwickelten Verständnis ist politisch (aber nicht zwangsweise parteipolitisch), Sie erfordert permanente Auseinandersetzung mit dem “doppelten Mandat” der Sozialarbeit. Dazu wieder Basaglia und Basaglia-Ongaro: “Der Psychiater erfüllt ständig eine Doppelfunktion als Wissenschaftler und als Repräsentant der Ordnung. Aber die beiden Rollen stehen in einem eklatanten Widerspruch zueinander, denn der Wissenschaftler müsste bestrebt sein, den Kranken zu beschützen und zu pflegen, wohingegen der Vertreter der Ordnung seine Aufgabe darin sieht, den gesunden zu bewachen und zu schützen. Welche der beiden gegensätzlichen Rollen ist (...) von größerer Bedeutung?” (Basaglia, Basaglia-Ongaro 1972: 26). Ersetzen wir auch hier wieder die Begriffe “Psychiater” durch “SozialarbeiterIn” bzw. durch “BehindertenbetreuerIn” und wir sehen, in welche Dilemmata uns unsere Professionalisierung führen kann, wenn wir unseren gesellschaftlichen Bezug außer Acht lassen.

Auch die Auseinandersetzung um Integration und ihre Durchsetzung als gesellschaftliche Strategie kann nur im gesellschaftlichen Raum geführt werden und benötigt ein diskursives Klima. Sie muss KlientInnen, Angehörige, Gesellschaft und Sozialarbeit gemeinsam focusieren und in diesen Diskurs einbeziehen und erfordert Ressourcen wie Supervision, Reflexion, Coaching.

Unverzichtbare Prinzipien so verstandener Integration sind:

Der Professionalisierungsansatz schließt eine Professionalisierung der Durchsetzungsstrategien mit ein, dabei scheint eine Überwindung rein betriebswirtschaftlicher Ansätze nötig (neben dem heute dominierenden Effizienzprinzip müssen Kriterien der Effektivität und qualitative Erfolgskriterien gleichwertig werden). Ein gesellschaftspolitischer Focus ist Grundlage der Entwicklung von Integrationsstrategien. Dabei erfordert der Wegfall der Bipolarität in unserer Welt das Überwinden alter bipolarer Strategien nach klassischen “gut-böse”-Schemen. Die Entwicklung von Integrations-Strategien erfordert professionelle Ethik, sie dürfen aber nicht auf der Moral der AkteurInnen aufbauen, sondern auf ihren Interessen. Die Subjekte der Veränderung sind von diesen selbst zu definieren, es gibt keine (etwa gar zu instrumentalisierenden) Objekte der Veränderungen. Die subjektiven Interessen der Beteiligten sind daher zu respektieren, auch wenn sie dem von “oben” entwickelten Professionalitätsverständnis entgegenstehen. Interessenskonflikte sind deutlich zu machen.

Es würde sich lohnen, an diesem Ansatz weiter zu denken und zu überlegen, ob bzw. wie die im Behinderungsdiskurses entwickelte Integrationsansatz so weiter entwickelt werden kann, dass er zu einer umfassenden handlungsleitenden Strategie der Sozialarbeit in der Überwindung gesellschaftlichen Ausschlusses werden kann. Dabei sind zwei wesentliche Aufgaben mitzuentwickeln:

Das “Betroffenen-Mainstreaming” als Strategie der Einbeziehung der Interessen der Betroffenen im jeweiligen Handlungsfeld in die Entwicklung der jeweiligen Problemdefinitionen, der Ziele, der handlungsleitenden Strategien und ihrer Umsetzung in konkrete Handlung (Politik). Das “Gender-Mainstreaming” bezieht die Genderdimension, also die Dimension des “sozialen Geschlechtes” in alle Dimensionen der Sozialarbeit und der Sozialpolitik mit ein.

Mainstreaming ist aber “kein gleichstellungspolitisches Ziel, sondern einen Weg für die Formulierung und Implementierung der Chancengleichheitspolitik. (...) Mainstreaming ist eine Methode zur Durchsetzung des Ziels Chancengleichheit” (Rosenberger 2000: 194). Mainstreaming kann Gleichstellungspolitik daher nicht ersetzen, sondern bietet eine Strategie, um im politischen Diskurs entwickelte Gleichstellungsziele (besser) erreichen zu können.

Voneinander lernen
Theoretische Analyse ist eine unverzichtbare Grundlage, um konkrete Wirklichkeit auf einer kategorialen Ebene verstehen und “hinter” die Erscheinungsformen gesellschaftlicher Wirklichkeit blicken zu können. Dadurch können Interessen erkennbar und Situationen somit (leichter) umgestaltbar gemacht werden. Aber die theoretische Analyse verliert dort ihre Wirkungsmächtigkeit, wo sie ihren Kontakt zur praktischen Erkenntnis und Gestaltung von Lebenswirklichkeit verliert. “Voneinander lernen” heißt daher, die theoretischen Analysen auf ihre Erklärungswirksamkeit der Wirklichkeit hin zu überprüfen und zu einem Instrument der Analyse des Trennenden wie des Verbindenden zu machen. So können Erfahrungen eines Landes (einer Region) durch die Brille des theoretischen Blicks gesehen von ihren lokalen Besonderheiten befreit zur good practice für AkteurInnen eines anderen Landes einer anderen Region) werden. Die Übertragung von Modellen ohne theoretische Reflexion ihrer Besonderheiten wie ihrer Verallgemeinerungen birgt das Scheitern des Versuches, gemessen an seinen Ansprüchen, mit sich und verkommt (bestenfalls) zur symbolischen Politik im Sinne Lampedusas: Man muss alles verändern, damit alles so bleibt, wie es ist. (Lampedusa, 2001)

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