TCA – Integration Jugendlicher mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt aus nationaler Sicht


Nr.
TCA-Feld
   
  Titel der transnationalen Partnerschaft (Arbeitstitel)
  (Integration Jugendlicher mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt aus transnationaler Sicht)

Kurztitel: ”TSW-Transition from school to work”

A.
Gründe und Ziele
A.1.
Gemeinsame Interessen und Methoden, gemeinsame Problematik
  Zusammenfassende Einleitung
A.1.1
Darstellung der einzelnen Partner
A.1.1.1.
Transnationaler Partner 1 – INTequal, Österreich, Niederösterreich
  Ausgangsproblematik

In Verwirklichung der gesellschaftspolitischen Förderung der Integration von jugendlichen Menschen mit Behinderung in alle gesellschaftliche Bereiche werden eine Reihe von punktuellen Maßnahmen gesetzt. So finden sich vermehrt Integrationsklassen im Regelschulbereich, das AMS finanziert Projekte zur Beratung beim Übergang von der Schule in den Beruf, die Sozialabteilung des Landes NÖ berät und entscheidet vor allem über die Aufnahme in eine Tagesheimstätte. Alle diese Einrichtungen sind nicht vernetzt und koordiniert. Ein/e zentrale/r Ansprechpartner/in für SchülerInnen ab der 7. Schulstufe existiert nicht. SchulabgängerInnen mit Behinderung sind oft nicht in der Lage, ohne vorbereitende und/oder ergänzende Maßnahme einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft zu finden oder eine Lehre zu machen. Die Erwartungen der Betriebe an die DienstnehmerInnen sind einem ständigen Wandel unterzogen.

Ausgehend von den Erwartungen und Fähigkeiten junger behinderter Menschen sowie SchulabgängerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie emotional und sozial gehandicapten Menschen bis grundsätzlich 25 Jahren und den Entwicklungen am Arbeitsmarkt und in der Arbeitswelt sowie der sozialen Gemeinschaft sollen diese jungen Menschen für die dauerhafte Integration am ersten Arbeitsmarkt individuell vorbereitet, qualifiziert und begleitet werden. 

Die Zielerreichung erfordert nicht nur die Arbeit mit den behinderten Menschen, sondern muss auch die noch fehlenden Voraussetzungen in den Betrieben, in den kleinregionalen Verbänden auf Gemeindeebene und nicht zuletzt auch oft in der Familie und dem engen sozialen Umfeld miteinbeziehen. Ziel ist somit, ausgehend vom Kernziel der beruflichen Integration eine Region im Sinne eines sozialen Integrationspools/Lernwerkstatt zu einem integrativen Miteinander zu bewegen, von dem alle profitieren. 

Das vorliegende Design für die Module der Aktionen 2 und 3 geht von einem Integrationspfad aus. Dabei sollen bestehende Einrichtungen und Fördermöglichkeiten beschrieben sowie vorhanden Mängel aufgezeigt werden. Bedarfsentsprechende Erweiterungen z.B. im Qualifizierungsangebot oder im sozialen und regionalen Kontext sind sollen aufgebaut, die Vernetzung aller dieser Einrichtungen gefördert werden. Im Zusammenwirken mit der wissenschaftlichen Begleitung und der Mitarbeit entsprechender ExpertInnen sollen im Lauf der Aktion 2 unterstützende Instrumente überarbeitet oder entwickelt werden:·

Alle an der EP INTequal beteiligten Module entwickeln eigene innovative Ansätze zur Integration von Menschen mit Behinderung an der Schnittstelle von Schule und Beruf wie beispielsweise neue, zukunftsorientierte Beschäftigungsbereiche. Erfolgreiche innovative Ansätze sollen im transnationalen Vergleich erhoben und auf ihre Übertragbarkeit überprüft werden.

A.1.1.2.
Transnationaler Partner 2 – Open doors, Deutschland, Berlin
  Innerhalb der europäischen Union gilt seit einigen Jahren das Recht auf die freie Wahl eines Arbeitsortes. Die Wahrnehmung dieses Rechts ist schwerbehinderten Arbeitnehmer/innen jedoch in vielen Bereichen verwehrt. 

Für behinderte Menschen gibt es nach wie vor zahlreiche, nahezu unüberwindbare Barrieren. Der Zugang zu Arbeitsplätzen ist schon bei den grundlegenden Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten europaweit für behinderte Menschen unverhältnismäßig stark eingeschränkt.

Bei behinderten Kindern und Jugendlichen stellt integrative Beschulung die Ausnahme dar, in der Regel findet Schule in Sondereinrichtungen statt. Die dort erlebte Abhängigkeit von institutioneller Hilfe bereitet eher auf ein Leben und auf Arbeitsplätze in Sondereinrichtungen vor als auf die Fähigkeit, sich in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren und zu behaupten. 

Der Übergang Schule/Beruf bereitet immense Schwierigkeiten, und die Probleme ziehen sich weiter wie ein roter Faden auch durch die Bereiche der Erwachsenenbildung. 

Defizite im Bildungs- und Berufsbildungssektor müssen durch gezielte Weiterentwicklung von erprobten und neuen Methoden abgebaut werden.

Dies gilt zum einen für den Abbau von äußeren Mobilitäts- und Kommunikationsbarrieren und die Öffnung von Angeboten des allgemeinen Bildungs-, Berufsbildungs- und Arbeitsmarktes.

Zum anderen für die Entwicklung und Erprobung von Schlüssel-Qualifikationen für die individuelle Berufswegeplanung behinderter Menschen und ihre dafür notwendige Mobilität und Flexibilität.

Die noch immer weit verbreitete Fixierung auf institutionelle Hilfe hat in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern zum Ausbau von Sonder-Institutionen geführt, die, wie sich in den letzten Jahren immer deutlicher zeigt, kaum mit den dynamischen Anforderungen des allgemeinen Arbeits- und Bildungsmarktes mithalten können.

Um sich außerhalb einengender Sonderwege bewegen, orientieren und im Arbeitsleben flexibler agieren zu können, brauchen behinderte Menschen individuelle, selbst-steuerbare Hilfsmittel und Integrationsinstrumente wie “Assistenz” - und die Fähigkeit, diese effektiv einzusetzen. Diese Befähigung muss bereits frühzeitig einsetzen, um äußeren Hemmnissen (Erleben von institutioneller Abhängigkeit, Betreuung, Versorgung) entgegen wirken zu können und den Anspruch auf Chancengleichheit und Teilhabe praktisch erproben und verwirklichen zu können.

In den dafür nötigen Empowerment-Prozess müssen wichtige Bezugspersonen (Eltern, Lehrer/innen, Helfer/innen, Berufsberater/innen u.ä.) und die Verantwortlichen für die Gestaltung der äußeren Rahmenbedingungen mit einbezogen werden, damit sie selbst einen Perspektiven- und Rollenwechsel vollziehen (vom Betreuer zum Unterstützer) und somit aktiv zum Gelingen beitragen, auch zur entsprechenden Umgestaltung / Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen (De-Institutionalisierung, Flexibilisierung).

Open doors verfolg mit seinen nationalen Partnern das Ziel eines gezielten Einwirkens auf den Arbeitsmarkt sowie auf den Bildungssektor, um die Qualifizierung behinderter Menschen erfolgreich vorantreiben zu können. Einen besonderen Augenmerk werden wir dabei auf den Übergang zwischen der Aus- und Weiterbildung in Sondereinrichtungen und dem allgemeinen Arbeitsmarkt richten.

A.1.1.3.
Transnationaler Partner 3 – Integrative Guidance for Handicapped People on the Jobmarket, Tschechische Republik, Pädagogische Republik, Masaryk Universität
  Ausgangsproblematik: Die Integrationstrends, die in unserem Schulwesen seit 1991 verlaufen, übersteigen den Bereich des Ressorts des Schulwesens und reichen bis in die Sphäre der Berufstätigkeit, Sozialdienstleistungen, Gesundheitsfürsorge inklusive der Ethik des gesellschaftlichen Zusammenlebens und sollten gezielt zur Inklusion, frühen Sozialisierung der benachteiligten Personen und folglich zur Erhöhung der Toleranz der Gesellschaft zu den Personen aus den Minderheitsgruppen führen.

Ein Teil der Vorbereitung der zukünftigen Sonderpädagogen ist die Vorbereitung der Lehrer auf die Gestaltung der Unterstützung bei der Lösung der Berufsorientierung von den Schülern der primären und sekundären Sonderschulen, fachliche Unterstützung der Schüler und deren Eltern bei der Wahl des Berufs und bei dem Übergang der Schüler auf die Mittelschule. In dem Beratungssystem fehlen jedoch erudierte Facharbeiter, die sich gezielt auf diese Problematik konzentrieren und sie komplex lösen. Völlig fehlt ein Facharbeiter (Kontaktperson), der sich mit der Problematik der Absolventen der einzelnen Sondermittelschulen befassen und ihnen bei dem Übergang aus der Schule auf den offenen Arbeitsmarkt helfen würde.

Das Projekt sollte auch die Verbindung und auch die Anwendung neuer diagnostischen Methoden z. B. den Einsatz der Ergodiagnostik in das gezielte Beratungssystem aus dem Bereich des Gesundheitswesens lösen. Das integrierte Beratungssystem im Bereich des Schulwesens soll von gezielt vorbereiteten Facharbeitern (Kontaktpersonen) für den Bedarf der Berufsorientierung im Einklang mit Sozialdienstleistungen, für Besserung der Diagnostik und für folgende Durchsetzung auf dem Arbeitsmarkt verstärkt werden. Teilweise wird diese Problematik bereits in dem vorgeschlagenem Gesetz über die ganzheitliche Rehabilitation gelöst, das durch dieses Projekt unterstützt und teilweise bestätigt werden soll.

Das Hauptziel des Projektes stellt den Aufbau einer effektiven Monitoringgruppe nach dem Vorbild des Partnerschaftsprinzips dar. Diese Gruppe soll die Verbindung von Beratungsinstitutionen (ein integriertes Beratungssystem) aus dem Bereich des Schulwesens, Gesundheitswesens und der Organen für Sozialsorge erreichen. Es geht dabei um die Förderung der Beschäftigung von Personen mit gesundheitlicher Benachteiligung auf dem offenen Arbeitsmarkt. Zuerst wird man im Rahmen der Stadt Brünn arbeiten und anschließend sollen erlangte Erfahrungen in der ganzen Region Südmährens angewendet werden. Ergebnisse des Projektes sollen auch internationalen Vergleichen zugänglich gemacht werden. 

Das Hauptziel wird durch die Realisierung der Teilzielen erreicht:

  1. Ins schulische Beratungssystem wird ein Fachberater eingegliedert, der sich komplex auf die berufliche Orientierung konzentriert. Zum Bestandteil seiner Arbeit wird die Koordinierung von Teams der Fachleute. Er soll sowhol bei den ersten Problemen, die der ungüngstigen Berufswahl folgen, als auch beim Wechsel der Schule zu den Schülern helfen. Er soll auch zum Ansprechpartner bei Lösung der sozialen Probleme des Schülers/Studenten werden. 
  2. Ausarbeitung des Inhaltes der Arbiet des neuen Beraters. Die Eingliederung in die Stuktur des schulischen Beratungssystems. Bearbeitung der Kompetenzen deises neuen Fachberaters im Verhältnis zu anderen Organisationen, die sich an der beruflichen Förderung beteiligen. 
  3. Neue methodische Materialien für die Aus, Fort, - und Weiterbildung des Fachberaters
  4. Anhand der Modelle auf den ausgesuchten Sonderschulen bewähren, in wie weit der Berater die richtige Berufswahl bei Sonderschülern beeinflussen kann. Auf Mittelschulen entstandene Probleme bei der falschen Fachwahl lösen, den Schülern in Problemfällen helfen. 
  5. Teamarbeit an der Errichtung der Arbeitsstellen für Ergodiagnostik (im Projekt der Anstalt der Sozialfürsorge Kocianka als ein Modell durchgeführt). Diese Modellarbeitsstelle bietet dann die Methodik der Ergodiagnostik weiter an andere Einrichungen an.6. Gezielte Mitarbeit mit dem Arbeitsmarktservice, Besprechungen, Unterstützung der neuen Mitarbeiter im Beratungssystem, Hilfe bei der Verarbeitung der methodischen Materialien und die Weiterbildung der Berater. Teammitglieder vom Lehrstuhl für Sonderpädagogik erarbeiten eine Methodik für die Bewertung von Ergebnisse des Projektes so, dass diese mit Ergebnissen der Projekte von ausländischen Kolegen verglichen werden können. Ein Abschlussbericht soll dann als ein Basisbericht und zugleich auch eine Methodik für die Erweiterung des integrierten Beratungssystems in der Tschechischen Republik dienen.
Erwarteter Beitrag aus der TP:
  • Komparative Forschung zum Thema Transition from school to work zwischen den beteiligten Länder (Tschechische Republik, Österreich, Deutschland und den Niederlanden)
  • Bilaterale Zusammenarbeit – Tschechische Republik – Österreich (Transfer der Forschung in Regionen -Niederösterreich RegAB und Südmähren)
  • Bilaterale Zusammenarbeit – Tschechische Republik – Deutschland/Berlin (Themenbereiche: persönliche Assistenz, Arbeitsassistenz, Bearbeitung der Unterrichtsmodule, Studienaufenthalte der DoktorstudentInnen/DiplomandInnen in Berlin)
  • Bilaterale Zusammenarbeit – Tschechische Republik – Deutschland/Hamburg (Themenbereiche: persönliche Assistenz, Arbeitsassistenz, Bearbeitung der Unterrichtsmodule)
  • Bilaterale Zusammenarbeit - Tschechische Republik – Niederlande (komparative Forschung, Inhaltsanalyse einer Schule für Körperbehinderte in Utrecht und der Anstalt für Sozialfürsorge für Körperbehinderte in Brno, Kociánka).
A.1.1.4.
Transnationaler Partner 4 – Keine Behinderungen trotz Behinderung – Deutschland, Hamburg
  Diese sektorale Entwicklungspartnerschaft zielt darauf ab, tragfähige Netzwerkstrukturen und effektive Konzepte für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren bis zur Definition der heute defizitären Schnittstellen im Sinne eines individuell erfolgreichen Übergangs zwischen Schule und Beruf und deren Ausfüllung mit praktischen Fördermaßnahmen sowie Festlegung dafür relevanter und übertragbarer Qualitätskriterien. 

Ungeachtet verschiedener beispielhafter Projekte und Initiativen bleibt behinderten Menschen bis heute der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt i.d.R. verschlossen. Insgesamt existieren bundesweit deutlich ungleiche Chancen zur beruflichen Qualifizierung und Eingliederung behinderter

Menschen. Auch die Europäische Kommission stellt in ihrer Veröffentlichung zum geplanten Europäischen Jahr 2003 für Menschen mit Behinderungen am 30. Mai 2000 fest, dass es Schranken für behinderte Menschen gibt, die ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am Alltagsleben verwehren und die es in Frage zu stellen gilt.

Am 15. Mai 2000 hatte die Europäische Kommission auf Vorschlag der für die Behindertenpolitik zuständigen Kommissarin Frau Anna Diamantopoulou eine Mitteilung verabschiedet, die die Voraussetzungen dafür schaffen soll, dass behinderte Menschen einen verbesserten Zugang zu Arbeitsplätzen erhalten.

Auch hier wird die nationale, regionale und lokale Verantwortung für den Abbau dieser Barrieren reklamiert. Bereits in den Schulen ist eine zielgerichtete Hinführung zur Arbeitswelt und auf das Leben in der Gemeinschaft von grundlegender Bedeutung. Beispielhaft, aber immer noch vereinzelt, wurden in den vergangenen Jahren entsprechende Projekte realisiert. Eine Vertiefung und Verbreitung dieser Ansätze steht aber nach allgemeinen und öffentlichen Feststellungen noch aus. Zudem fehlen zum direkten Eintritt ins berufliche Ausbildungs- und Arbeitsleben verlässlich entscheidende Brückenelemente. Die vielfältigen Barrieren verstärken sich für die jungen behinderten Menschen quasi proportional zur Dauer ihrer Beschäftigungslosigkeit nach Schulende und können zu häufig oft lebenslang nicht mehr überwunden werden.

Die erforderliche Breite und Vielfältigkeit für diesen Ansatz ist durch die Zusammensetzung der Entwicklungspartnerschaft aus Schule, Integrationsfachdienst, Bildungsträger, Interessenvertretungen, Unternehmen und politischen Institutionen auf Bundes- und Länderebene gegeben. 

A.1.1.5.
Transnationaler Partner 5 – Empowerment door Transitie, Niederlande
  Zusammenfassung in deutscher Sprache wird nachgereicht.

The OP is created for sectors which are relevant for physically handicapped young people: education (VMT and Ministry of Education, Culture and Science), interest groups (CG RAAD) and the entire area of social security and labour (LISV).

For only few physically handicapped youngsters find their way to the labour-market. Despite of a shortage of personnel, these youngsters usually flow into the so-called protected work. In the last few years the improvement for this situation has been pursued. What has been found lacking is a coherent package of substantial measures and empowerment methodologies to stimulate the labour integration of these young people, a cohesive collection of relevant knowledge and experience in the sector, the change of the sector in thought and act and to achieve an empowerment by the participants. The crux of the matter is the management of demand-direction by the youngster himself.

Objectives of the OP, summary of the workprogram and a short description of the nature of the activities that are to be realised.

The OP wants to realise the following goals:

  • Quantitatively: to double the outflow or direction to labour of youngsters coming from the Mytylschools into the wage-earning employment from the present 9% to a minimum of 18%.
  • Qualitatively: to organise, follow up and measure 60 labour directing-stages to employment, to develop products or instruments to improve the labour direction, to apply and implement the empowerment methodology transition by the 6 participating schools, transfer and distribution of the results to other Mytylschools, REC partners, and others. The young people will have to learn to ask questions independently, to manage demand-direction, to take their own decisions, empowerment of young people.
The Mytylschools will change their organisation from supply to demand thinking, from acting to young people to acting with young people, from telling to listening, empowerment of the schools.

The environment (employers, etc). teach the young people to see from their possibilities and not from their limitations, empowerment of the environment.

The way in which the (considered) partners in the OP are involved in the decision making of the intention and execution of the project (empowerment within the OP):

The participants in the OP are contacted by the VMT to participate and approached for partnership. Subsequently, the VMT submitted the plan after approval. The partners sign the declaration of intention and receive a copy of the plan and if the plan is approved by the Equal Agency, an agreement of cooperation will be signed (November). During the project, the steering-group plays a leading role in decisions around content, direction, organisation and input of means. Herein all partners have equal rights and duties.

In this project the following parties have interest in the renewing activities:

Starting-point is to involve those concerned in the decision making and execution process of the project (in the executive management, in the steering-group).

The young people determine their wishes and future themselves and can optimally make use of the services that are realised for the project. Their wishes are also brought in through the CG Raad and interpreted. Furthermore there will be an ongoing communication with the young people (start, progress, evaluation), they and the companions will keep a logbook and interviews will be held with the students.

For the schools the issue is the change from supply to demand-thinking and acting, which is also the crux for the OP for the implementation of the results in mainstreaming.

The OP as a cooperation, is responsible for the project and reviews the execution of the components, directs the coordination, guards the finances and takes care of external communication.

A.1.2. 
Zusammenfassung der Darstellung der einzelnen Partner als gemeinsamer Ansatz und Ausgangspunkt für die Transnationale Zusammenarbeit
  Aufgrund der oben beschriebenen Ausgangsproblematiken im Bereich der Integration behinderter Jugendlicher in den ersten Arbeitsmarkt in den in der TP vertretenen Staaten ist ein vordergründiges Interesse der TP, unter Berücksichtigung der jeweiligen schulische Lebenswelt der Behinderten 
  • Integrationspfade (Assistenz) in den 1. Arbeitsmarkt zu unterstützen. 
  • Verbesserungen des Schnittstellenmanagements im Bereich Übergang Schule-Beruf (Entwicklung von Qualitätskriterien) voranzutreiben.
  • ein Ability mainstreaming Konzept (Erarbeitung gemeinsamer Mainstreaming Strategien für junge Menschen mit Behinderung unter Beachtung des Normalisierungsprinzipes) zu erarbeiten bzw. zu implementieren.
  • Übertragbarkeit (Best Practice Policy): Austausch über konzeptionelle Grundlagen zur beruflichen Integration in den beteiligten Institutionen (Pilotprojekten und Modulen der jeweiligen transnationalen Partner) und Prüfung der Übertragbarkeit von Konzepten bzw. von Bausteinen der Konzepte) soll stattfinden.
  • Transdisziplinäre Zugänge: Wesentliche Inhalte dabei sind zB die Formulierung von Anforderungskriterien für Fortbildung an der Schnittstelle Schule-Beruf sowie die Förderung der transdisziplinären Zusammenarbeit. 
  • Erfahrungs- und Informationstransfer der wissenschaftlichen Begleitung (Prozessevaluation): Der Transfer von Verfahren und Ergebnissen der nationalen Prozessevaluationen soll als Querschnittsthema einen Vergleich bzw. wo sinnvoll auch eine Harmonisierung zwischen den beteiligten Ländern ermöglichen. Gleichzeitig sind die Prozesse der transnationalen Partnerschaft einer Bewertung zu unterziehen (zB Evaluierungsraster im transnationalen Kontext).
A.2.
Erfahrungen aus früheren Aktivitäten
A.2.1.
Darstellung der einzelnen Partner
A.2.1.1.
Transnationaler Partner 1 – INTequal
  Mit dem Partner der Tschechischen Republik (Universität Brno, Prof. Marie Vitkova) bestehen seit Anfang der 1990er Jahre über Prof. Hans Hovorka (SAFORT) enge wissenschaftliche Kontakte, insbesondere zur nachschulischen Integrationsphase junger Menschen mit Behinderungen. Seit 2000 Kooperation im Rahmen der von Prof. Hans Hovorka (SAFORT) geleiteten Evaluationsstudie “Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen im Kontext des NÖ Beschäftigungspaktes – RegAB” (Studie im Auftrag von “Jugend und Arbeit” 2000-2003)
A.2.1.2.
Transnationaler Partner 2 – Open doors
  Die Träger einiger Teilprojekte (Module) und der Bundesverband ISL e.V. (EP-Koordination) haben mehrjährige Erfahrungen in erfolgreicher europäischer Zusammenarbeit. Ein Beispiel aus dem Bereich der Gemeinschaftsinitiative Beschäftigung/Employment/Horizon:

"Peer Counseling" (1995-1997), "Peer Counseling in progress" (1997-2000) - Fortbildung und Arbeitsförderung für behinderte Berater/innen” - mit den Schwerpunkten:

  1. Weiterbildung von behinderte Menschen mit Beratungstalent zu Berater/innen für andere behinderte Menschen - zu sogenannten “Peer Counselorn”
  2. Begleitende Qualifizierung behinderter Expert/innen zu Peer-Counseling-Ausbildern
Von September 1997 bis Ende 2000 wurden dafür ein mehrwöchiger Basiskurs, eine begleitende Fortbildung der Ausbilder sowie über zwanzig ein- bis dreitägige Seminare und Workshops entwickelt und durchgeführt, zum Teil gemeinsam mit europäischen Projektpartnern. 

Behinderte Teilnehmer wurden bei der Suche nach geeigneten Arbeitsmöglichkeiten bzw. beim Selber-Schaffen und Sichern qualifizierter Arbeitsplätze (Job-Creating) begleitet und unterstützt.

Auf Bundesebene wurde der Erfahrungsaustausch und die Professionalisierung von Peer Counselern angeregt und unterstützt. So entwickelte sich das vom Projekt unterstützte und als Fachbeirat genutzte “Forum behinderter Berater/innen” zum bundesweiten “Berufsverband Peer Counseling (BVP)”.

Auf europäischer Ebene arbeitete das Projekt in zwei Verbünden mit insgesamt 11 Partnern aus 8 Ländern zusammen, vorrangig bei der Verbreitung und Akzeptanzförderung von Peer-Counseling, neuer Ansätze beim Training behinderter Bewerber und bei der Sensibilisierung von Arbeitgebern.

A.2.1.3.
Transnationaler Partner 3 – Integrative Guidance for Handicapped People on the Jobmarket
  2001-2002 Aktion “Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen im regionalen Kontext Österreich-Niederösterreich/ Tschechien-Mähren”

Ziel des Projekts ist die aktivierende Prozessevaluation von regionenspezifischen Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen und – Projekten für Menschen mit vorwiegend geistiger und Mehrfachbehinderung an der Schnittstelle von der Schule in die Berufswelt in Tschechien/Mähren und Österreich/Niederösterreich. Vorbereitet und wissenschaftlich begleitet werden soll die gemeinsame Einrechung und Projektumsetzung der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL in Zusammenarbeit mit den territorialen Beschäftigungspakten (TEP) und sektoralen Entwicklungspartnerschaften, die derzeit u.a. über das Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen Niederösterreichs mit aufgewählten Partnern in Tschechien und Deutschland gebildet werden. Der Antragsteller des Projekts sind: Prof. Hans Hovorka (Wien/ Universität Klagenfurt, Österreich), Prof. PhDr. Marie Vítková, CSc., PhDr. Jarmila Pipeková, Ph.D. Masaryk- Universität in Brno), wozu Mobilitätshilfen benötigt werden. 

1999-2001 Programm Leonardo da Vinci “Improvement of the Access to Eucation and Employment at People with Special Needs” (Verbesserung des Zugangs zur Ausbildung und Beschäftigung der Menschen mit sonderpädagogischem Bedarf) : Das Projekt wurde von fünf Organisationen aus vier Ländern durchgeführt: Tschechische Republik (Träger des Projekts), England, Norwegen und Litauen.

Das Ziel dieses Projekts war – unter Nutzung der Computer das Studium an den Mittelschulen und Hochschulen den Interessierten zugänglich zu machen, um ihnen durch diese Ausbildung auch den Zugang zu einer Durchsetzung in verschiedenen Berufen zu öffnen.

Das umfangreiche Programm wurde auf vier Gebieten realisiert, wobei der Teil, der von dem Lehrstuhl für Sonderpädagogik Masaryk-Universität (der Umsetzer Vítková, Pipeková) wurde der Problematik des Hochschulstudiums der Menschen mit Behinderung gewidmet. Es sollte das Hochschulstudium den künftigen Lehramts-Studierenden der Pädagogischen Fakultät Masaryk-Universität - Menschen mit Behinderung - zugänglich gemacht werden. Eines der Auftritte des internationalen Programms Leonardo da Vinci “Improvement of the Access to Eucation and Employment at People with Special Needs” war die gleichnamige Publikation, die u.a. als Führer im Studium der Studenten mit Behinderung an der Pädagogischen Fakultät dient. 

A.2.1.4.
Transnationaler Partner 4 – Keine Behinderungen trotz Behinderung
  Die BAG UB hat bisher an zwei transnationalen Projekten teilgenommen.

1. HELIOS II (1994 - 1996) / Arbeitsgruppe X - Supported Employment

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe kamen aus: Spanien, Portugal, Italien, Irland, Großbritannien, Deutschland, Finnland, Griechenland und die Niederlande.

Aufgabe der Arbeitsgruppe war es, einen Informations­austausch und Wissenstransfer unter den Teilnehmerländern sicherzustellen. Dazu wurden einzelne Projekte besucht und vorgestellt, gefolgt von einem Seminar oder Studiengemeinschaftstreffen.

2. HORIZON II (1998 - 2000)

Im Rahmen des Zusammenschlusses ACCEPT mit insgesamt 25 europäischen Projekten arbeitete die BAG UB in einer Teilgruppe mir Partnern aus den Ländern Finnland, Nordirland, Frankreich, Großbritannien und Italien.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stand der Austausch von "Best Practice", innovativen Ideen, Materialien (Broschüren, Newsletters usw.) zum Thema Unterstützte Beschäftigung (Supported Employment). Die Weiterentwicklung einer Qualifizierung für MitarbeiterInnen im Bereich "Unterstützte Beschäftigung" bildete einen weiteren Schwerpunkt der transnationalen Zusammenarbeit.

A.2.1.5.
Transnationaler Partner 5 – Empowerment door Transitie
A.3. 
Gemeinsame Ziele der EP im Rahmen der Transnationalen Zusammenarbeit
 
  • Erfolgreiche innovative Ansätze zur beruflichen Integration behinderter Menschen an der Schnittstelle Schule/Beruf sollen im transnationalen Vergleich erhoben und auf ihre Übertragbarkeit im transnationalen Kontext überprüft werden: Bestimmung relevanter Erfolgskriterien und internationaler Austausch hinsichtlich einer Überprüfung der Erfolgskriterien auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beteiligten Ländern.
  • Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit der gewonnenen Erfahrungen über die Programmplanungsperiode hinaus (Best Practice Policy): Austausch über konzeptionelle Grundlagen zur beruflichen Integration in den beteiligten Institutionen (Pilotprojekten und Modulen der jeweiligen transnationalen Partner) und Prüfung der Übertragbarkeit von Konzepten bzw. von Bausteinen der Konzepte)
  • Qualitätsentwicklung im Hinblick auf ein Selbstbestimmtes Leben, zur Förderung und Erreichung der beruflichen Integration: Die transnationale Zusammenarbeit soll mehr als bloßer Erfahrungsaustausch sein, sie soll vielmehr den Raum für eine Erweiterung des Horizontes der Professionalisten bieten. Strategien und Lösungsansätze sollen über das eigene Aktionsfeld hinaus diskutiert werden à Verbesserung des Schnittstellenmanagements im Bereich Schule-Beruf
  • Ability mainstreaming Konzept (Erarbeitung gemeinsamer Mainstreaming Strategien für junge Menschen mit Behinderung unter Beachtung des Normalisierungsprinzipes)
  • Perspektivenwechsel in Aus- und Fortbildung, sowie in sozial und behindertenpolitischer Administration (Anforderungskriterien für Fortbildung an der Schnittstelle Schule-Beruf; Förderung der transdisziplinären Zusammenarbeit)
  • Durch die Einbeziehung der Interessen und der Expertenschaft von Menschen mit Behinderung und ihrer Angehörigen wird eine Weiterentwicklung der Fördermaßnahmen nach gesamtheitlichen Gesichtspunkten gewährleistet und eine Fortführung der eigeneständigen Lebensgestaltung vorbereitet
A.4. 
Geplante gemeinsame Produkte 
A.4.1.
Geplante Produkte und Ergebnisse der transnationalen Zusammenarbeit von INTequal mit allen beteiligten EP´s
  Geplante Produkte und Ergebnisse der Zusammenarbeit auf transnationaler Ebene:
  • Entwicklung institutionsübergreifender Qualitätskriterien für Institutionen im Bereich der beruflichen Integration: Auf der Basis a) bestehender Qualitätssicherungsverfahren in den einzelnen beteiligten Einrichtungen im Arbeitsfeld Übergang Schule-Beruf sowie b) von im Projektverlauf evaluierter Bedarfe unter Einschluss der Perspektive behinderter ExpertInnen, gilt es, institutionsübergreifende Ziel- und Qualitätskriterien zu entwickeln. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung zur Implementierung einer gemeinsamen Strategie und einer optimalen Abstimmung der jeweiligen Angebote und Maßnahmen. Der transnationale Austausch soll im Sinne einer zusätzlichen Wissensressource zu dieser Entwicklung auch im Vergleich zwischen den Ländern beitragen (wie zB Prüfung (Qualitätsstandards) und Entwicklung von Lehrmaterialien zur Fortbildung von Fachkräften und Erarbeitung von Qualitätsstandards der Beratungsarbeit).
  • Verbesserung des Schnittstellenmanagements im Bereich Übergang Schule - Beruf: Auf der Grundlage der allgemeingültigen Qualitätskriterien sind Strukturen und Verfahren eines effektiven und effizienten Schnittstellenmanagements aufzubauen und zu etablieren (zB Case-Management). Die Entwicklung erfolgt auch hier sowohl auf nationaler als auch transnationaler Ebene, um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen. 
  • Ability Mainstreaming Strategien/Konzept: Die Verbreitung entwickelter und erprobter Konzepte, Strategien und Kriterien ist ein wesentliches Mittel zu ihrer dauerhaften Implementierung. In der TP sollen ergänzend zum nationalen Vorgehen entsprechende Wege auf europäischer Ebene erarbeitet werden.
  • Übertragbarkeit (Best Practice Policy): Es erfolgt ein regelmäßiger Austausch über konzeptionelle Grundlagen zur beruflichen Integration in den beteiligten Institutionen (Pilotprojekten) sowie über Fortbildungsmodule für Fachkräfte und Prüfung der Übertragbarkeit von Konzepten bzw. Bausteinen der Konzepte.
  • Erfahrungs- und Informationsaustausch: Der allgemeine Erfahrungs- und Informationsaustausch reflektiert die nationalen Maßnahmen im Vergleich zum jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund der transnationalen Partner. Ebenso erfolgt dieser Austausch hinsichtlich der strukturellen Beschaffenheit und der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich der Rehabilitation und beruflichen Integration behinderter Menschen sowie der vorhanden Konzepte in diesem Bereich. 
  • Erfahrungstranfser der wissenschaftlichen Begleitung (Prozessevalution): Der Transfer von Verfahren und Ergebnissen der nationalen Prozessevaluationen soll als Querschnittsthema einen Vergleich bzw. wo sinnvoll auch eine Harmonisierung zwischen den beteiligten Ländern ermöglichen. Gleichzeitig sind die Prozesse der transnationalen Partnerschaft einer Bewertung zu unterziehen (zB Evaluierungsraster im transnationalen Kontext).
  • Verstärkung des Beratungsangebotes zur Stärkung der Handlungskompetenzen und Selbstbestimmtheit, vor allem hinsichtlich der Querschnittsaufgaben im Rahmen von EQUAL wie Empowerment und Gender Mainstreaming (zB. persönliche Dienste, Peer Counseling).
  • Verstärkung eines multiprofessionellen Informationsservice zur beruflichen Integration von Jugendlichen mit Behinderungen (Effektive und effiziente Beratungs- und Vernetzungsstrukturen zur beruflichen Integration)
A.5.
Gesamtstrategie, Mehrwert und erwartete Ergebnisse jeder beteiligten EP
  Gesamtstrategie 

Die Gesamtstrategie der transnationalen Zusammenarbeit aller beteiligten EP´s orientiert sich am Grundprinzip, dass die transnationale Zusammenarbeit mehr ist, als der bloße Informations- und Wissenstransfer.

Vielmehr bedeutet sie im Kontext dieser transnationalen Partnerschaft, die Arbeit an bestehenden Strukturen (Konzepte, Strategien und Maßnahmensysteme), die anhand wissenschaftlicher Instrumente überprüft werden sollen und unter Einbeziehung der praktischen Erfahrungen der in den EP´s zusammengeschlossenen AkteurInnen positiv verändert und (transnational) übertragbar gemacht werden können.

Mehrwert und Ergebnisse 

    • Leitlinien/Orientierungsstandards: Transdisziplinäre mehrdimensionale sowie regionale und sektorale Vernetzung findet statt à Unterschiedliche Berufsfelder formulieren gemeinsame Fragen im Bezug auf das Handlungsfeld und arbeiten gemeinsam an Strategien (Möglichkeiten zur Transzendierung bzw. ”Perspektivenwechsel” der unterschiedlichen agierenden Berufsgruppen und Stellen)
    • Einflussnahme auf die Politik: Aus den Aktivitäten im Rahmen und den Produkten als Ergebnis der TP resultiert die Möglichkeit einer Einflussnahme auf integrationspolitische Handlungen von unten (bottom-up Ansatz). Dabei stehen vor allem die Möglichkeiten zur Identifizierung (vgl. Europa der Regionen) im Interesse der TP (Keyword: “Europäische Perspektive mit regionaler Verbindlichkeit”)
    • Niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in die Arbeitswelt und berufliche Qualifizierung: Die der individuellen Handlungskompetenz der behinderten Jugendlichen wird nachhaltig gestärkt. Durch die Orientierung an den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen wie an den Bedürfnissen des (regionalen) Arbeitsmarktes bzw. der Betriebe tragen die Aktivitäten und Ergebnisse der transnationalen Partnerschaft nicht zuletzt auch zur Eröffnung von Wegen zur arbeitsplatzgenauen Qualifizierung bei.
    • Eine Hebung des Verständnisses von Gemeinsamkeit und Vielfalt unter Beachtung des jeweiligen sozio-kulturellen Umfeldes kann durch die ausdrückliche Gemeinwesenorientierung und die Anerkennung der Expertenschaft von behinderten Menschen und ihrer Angehörigen erfolgen.
    • Effektivität und Effizienz in der Transnationalität tragen zu einer Verbesserung des transnationalen Transfers von Erfahrungen und Ansätzen bzw. Konzepten bei.
B.
Arbeitsprogramm und Methoden
B.1. 
Geplante transnationale Aktivitäten
B.1.a.
Transnationale Gesamtstrategie hinsichtlich der Aktivitäten und Methoden
 
  1. Individualisierung der integrativen Begleitung/Maßnahmen: Auf dem Feld der Persönlichen Assistenz (inkludiert in Deutschland auch zu einem gewissen Grad die Aufgabenfelder der Arbeitsassistenz, wie sie in Österreich existiert) soll eine vergleichende Beforschung stattfinden. Die unterschiedlichen Formen der begleitenden persönlichen Hilfen (Assistenzen) erlauben eine individuelle Abstimmung der Unterstützungsmaßnahmen an die Bedarfe und Bedürfnisse der behinderten Menschen. Ausgehend von der Tatsache, dass das Angebot der Arbeitsassistenz im herkömmlichen Begriffsverständnis für geistig und/oder mehrfachbehinderte Menschen nicht zur Verfügung steht, bzw. nicht genutzt werden kann, soll in der transnationalen Zusammenarbeit ein Erfahrungs- und Wissenstransfer stattfinden, wie Modelle der individualisierten Begleitung (Assistenz) übertragbar gemacht werden können, besonders an der Schnittstelle Schule/Beruf. Dabei werden die sozial- und behindertenpolitischen Rahmenbedingungen (zB gesetzliche Veränderungen) ebenso zu berücksichtigen sein, wie die jeweiligen regionalen Systemstrukturen. Studienbesuche behinderter Menschen sind geplant. Individuelle Berufswege (“Karriereplanung”): Clearing, Integrative Begleitdienste
  2. Peer Counseling: (= die Beratung Betroffener durch Betroffene nach einer bestimmten entwickelten Beratungstechnik auf der Basis der Philosophie der Autonom-Leben-Bewegung). Peer-Counseling ist nach Aussagen der amerikanischen Independent-Living-Bewegung aufgrund seiner unterstützenden und bewusstseinsfördernden Wirkung eines der mächtigsten Instrumente bezüglich einer ganzheitlichen Integration behinderter Menschen. Im Rahmen der konkreten Zusammenarbeit sollen neben einem prozessorientierten Erfahrungs- und Wissenstransfers (Handlungskompetenz, Empowerment, Nachhaltigkeit) wissenschaftlich unterstützte Erkenntnisse über Status Quo auf der einen Seite, und erforderliche Rahmenbedingungen, Ausbildungen, Qualifikationen und Qualitätsstandards etc. für die erfolgreiche Implementierung von Peer Counseling im jeweiligen regionalen Kontext (unter Einbeziehung und abzielend auf eine Stärkung der Handlungskompetenz der Betroffenen bzw. der Unterstützungssysteme im privaten Bereich) auf der anderen Seite, erarbeitet werden. Die Erfahrungen und Kompetenzen der Partner erlauben eine Arbeit an Qualitätssicherung und –entwicklung im Sinne einer Steigerung der Handlungskompetenz behinderter Menschen bereits während der Schulzeit bzw. an der Schnittstelle Schule/Beruf.
  3. Innere Logik im Integrationsbereich (Schnittstelle Schule/Beruf) (Keywords: Perspektiven-wechsel, Bewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit) Arbeit an der Stimmigkeit im System (aller integrativen Maßnahmen im Bereich der Integration behinderter Menschen an der Schnittstelle Schule/Beruf), dadurch sollen Brüche in der integrativen Arbeit reduziert, bzw. verhindert werden. Das Angebot an integrativen Maßnahmen nimmt stetig zu, die inneren Brüche bleiben jedoch meist bestehen. Im Rahmen der transnationalen Zusammenarbeit sollen solche Bruchstellen geortet und bewertet werden, sowie durch die Erarbeitung von transdiszplinären wie mehrdimensionalen Strategien (Standards) übertragbare Konzepte entwickelt werden, die eine Abstimmung aller integrativen Maßnahmen an der Schnittstelle Schule/Beruf fördern können (zB individuelle Integrationspfade).
  4. Evaluierung: Die begleitende Evaluierung der Maßnahmen der Partnerschaften ist ein wichtiger Bestandteil der transnationalen Zusammenarbeit. Vergleichende prozessbegleitende Betrachtung der Analyse und Bewertung der Teilergebnisse in den jeweiligen Pilotprojekten/Modulen der einzelnen transnationalen Partnern auf mehreren Ebenen: Wissenschaftliche Begleitung, Prozessoffenheit.
  5. Best Practice und Chancengleichheit: Auf nationaler Ebene entwickelte Best Practice Beispiele werden auf transnationaler Ebene auf den Prüfstand gestellt. Dies geschieht nach dem Prinzip der Übertragbarkeit, zB durch Betrachtung und Bewertung der Syste-mumwelt im regionalen, lokalen und individuellen Kontext. Hierbei findet der Themen-komplex Chancengleichheit besondere Beachtung. Dies gilt sowohl bezogen auf geschlechtsspezifische Fragestellungen als auch hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe behinderter und ausländischer TeilnehmerInnen an Maßnahmen der EP‘s. 
  6. Europäisches Jahr der Behinderten 2003: Nachdrücklich im Europäischen Jahr der Behinderten 2003 sollen europäische Gedanken, Modelle, Strukturen und innovative Ansätze aus der transnationalen Partnerschaft erkennbar gemacht und veröffentlicht werden. Hierzu ist insbesondere eine internationale Konferenz zum Thema “Transition from School to Work” in Brno (Tschechische Republik) unter Federführung der tschechischen Partner im September 2003 geplant (s. Arbeitsplan B.3.1). Darüberhinaus ist die geplante Internetseite ein zentrales Medium zur Darstellung in der Öffentlichkeit. Zur möglichst weitgehenden Verbreitung der Ergebnisse werden mehrfache Links zu vielfach genutzten Webseiten angestrebt.
B.1.b.
Art der geplanten transnationalen Aktivitäten
  Vorgesehen sind schwerpunktmäßig:
  • Transnationale Treffen zur Diskussion von Teilergebnissen und Bewertung von bisherigen Erfahrungen 
  • Bildung von und kontinuierliche Arbeit in thematischen Arbeitsgruppen, deren Schwerpunktsetzung entsprechend den geplanten Produkten und Ergebnissen erfolgen wird (Vgl. Punkt A.4.1.) à interne und externe Zusammenarbeit.
  • Befristete Hospitationen sind je nach Bedarf, Interesse und thematischer wie methodische Notwendigkeit zwischen den jeweiligen auf nationaler Ebene beteiligten Pilotprojekten/Modulen vorgesehen.
  • Transnationale Tagungen/Konferenzen (mit Schwerpunktsetzung im Europäischen Jahr der Behinderten 2003)
  • Gemeinsame Veröffentlichungen wie beispielsweise Erstellung eines gemeinsamen Projektfolders, Publikationen in Fachzeitschriften und im Rahmen eines gemeinsamen Auftrittes im Internet (Homepage).

Links der transnationalen Partner – TSW (Transition from School to Work)
 

Tschechische Republik www.ped.muni.cz/wsedu/mu/EQUAL/equal_cz.htm
Niederlande www.vmtscholen.nl
Deutschland – Open doors www.open-doors.info
Deutschland - KBTB www.equal-jobstart.de
Österreich www.intequal.at

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