Model der unterstützten Beschäftigung – Historie und Prinzipien
Abstract

Jan Šiška

Menschen mit geistiger Behinderung gehören zu den meist gefärdeten sozialen Gruppen. Nach Hergarthy (1993) sinkt in den entwickelten Ländern die Anzahl der Arbeitsstellen, die keine vorherigen Fertigkeiten oder Kennstnisse voraussetzen und zugleich steigt die Bewerberanzahl. In den Branchen, wo manuelle und einfache Arbeiten gesucht werden, kommt es zum Kapitalabfluss Richtung Länder mit billigerer Arbeitskraft. Arbeitssuchende mit geistiger Behidnerung befinden sich auf dem Arbeitsmarkt in einer ungleichen Positition und stehen in Konkurenz zu besser vorbereiteten und begabteren Gleichaltrigen.Obwohl die Motivationssysteme immer vervollkommen wurden, bleibt die langfristige Arbeitslosigkeit der Menschen mit geistiger Behinderung in der ganzen EU und dementsprechend auch in Tschechien nach wie vor ein gro3es Problem.

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem immer häufiger eingesetzen Mittel zur Verbesserung der Lage der Menschen mit geistiger Behinderung auf dem Arbeitsmarkt, der unterstützten Beschäftigung (supported employment). Dieses Konzept kann als ein flexibles System der Unterstüzung der Menschen mit schwerer geistiger Behinderung auf ihrem Weg zur Beschäftigung und Eingliederung betrachtet werden. Die Unterstützung wird sowohl dem Menschen mit Behinderung als auch seinem Arbeitsgeber geboten.

Die Problematik wird u.a. aus dem historischen Gesichtspunkt behandelt und es wird die Tatsache betont, dass sich gerade dieses Model zu einem effektiven Mittel im Kampf gegen die soziale Segregation in der Tschechischen Republik entwickeln kann.

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