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Access Integrationsbegleitung - Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben, gGmbH
Carmen Schmidtlein

Kurzdarstellung

Das Dienstleistungsangebot von Access wird von 5 Unternehmensbereichen erbracht:
 

1. Integrationsbegleitung
Dieser Unternehmensbereich leistet Integrationsfachdienstarbeit - Access ist Gesellschafter und Kooperationspartner der Integrationsfachdienst Nürnberg gGmbH. Ziel der Arbeit ist es, arbeitslose schwer behinderte Menschen bei Ihrer beruflichen Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Dies kann in Form von Beratungen und von Betreuungen über einen maximalen Betreuungszeitraum von 1 Jahr erfolgen.

Um eine passgenaue Platzierung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen, werden gemeinsam mit den Kunden berufliche Perspektiven erarbeitet. Als Instrumentarium für die Abklärung der praktischen Fähigkeiten steht die Trainingsmaßnahme mit einer Höchstdauer von 12 Wochen im Jahr zur Verfügung. Ebenso gibt es die Möglichkeit einer dreimonatigen Probebeschäftigung. Hier werden die Kosten vom Arbeitsamt übernommen werden.

Aufgaben der Integrationsberaterin:

Innerhalb des Integrationsfachdienstes Nürnberg erfolgte eine Schwerpunktsetzung der Behinderungsarten - die Integrationsbegleitung der Access gGmbH ist demnach zuständig für Menschen mit einer Körperbehinderung und für den Übergang Schule/Beruf.

Ein weiteres Ziel ist es, Unternehmer zu finden, die bereit sind schwerbehinderte Arbeitnehmer einzustellen, auszubilden oder Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen und vor allem langfristig mit uns zusammenarbeiten.

2. Betriebliches Arbeitstraining
Das Projekt “Betriebliches Arbeitstraining” schließt eine Lücke in der beruflichen Integration von behinderten Menschen, die aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen keine Ausbildung machen können. Das Angebot richtet sich v. a. an Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen. Sie werden in Praktikumsbetriebe vermittelt und dort vor Ort durch eine intensive und individuell auf sie abgestimmte Unterstützung von FachdienstmitarbeiterInnen betreut. Der Praktikumsbetrieb kann so sicher sein, dass sein eigenes betriebliches Personal für die Betreuung nicht überstrapaziert wird. Die MitarbeiterInnen von ACCESS kümmern sich um die betriebliche Qualifizierung vor Ort, entsprechend den Anforderungen des Betriebs. Die PraktikumsbegleiterInnen von ACCESS ziehen sich Zug um Zug zurück, entsprechend der Zunahme der Selbständigkeit des Praktikanten bzw. der Praktikantin. In mehrmonatigen Praktika kann das Arbeitsverhalten stetig verbessert und neue Anforderungen bewältigt werden.

Ziele für die TeilnehmerInnen im “Betrieblichen Arbeitstraining” sind

Das Projekt startete im Januar 2001 und mit dem Stichtag 01.04.03 werden bereits 18 TeilnehmerInnen abgeschlossen haben, von denen 11 in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gewechselt sind.

Das “Betriebliche Arbeitstraining” ist sicher sowohl für die TeilnehmerInnen wie für die Kooperationsbetriebe ein Gewinn. Über einen längeren Zeitraum können sich beide Partner kennen lernen und entscheiden, ob sie auf Dauer zueinander passen. Gefördert wird das Projekt durch die Aktion Mensch.

3. Assistenz am Arbeitsplatz
Das Sozialgesetzbuch IX schreibt seit Juli 2001 das Recht auf “Assistenz am Arbeitsplatz” für schwer behinderte Menschen fest, um Arbeitnehmern/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf den Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ebnen - es sind Personen, die die Anforderungen eines Arbeitsplatzes erfüllen können, aber bei der Ausführung ihrer Arbeit auf Handreichungen von Kollegen oder eines Arbeitsassistenten angewiesen sind. ACCESS bietet hierzu als Fachberatungsstelle für den Raum Mittelfranken eine umfassende Beratung für behinderte Arbeitnehmer und Arbeitgeber von der Antragstellung bis zur Begleitung am Arbeitsplatz. Das Projekt wird durch Aktion Mensch gefördert. Die Beratung ist kostenlos.

Kunden von Access sind beispielsweise Menschen, die u. U. seit Kindheit von einer Körperbehinderung betroffen sind und z. B. ihre Ausbildung in einer betreuenden Einrichtung gemacht haben und nun auf dem freien Markt arbeiten oder eine Anstellung suchen. Kunden sind auch Arbeitnehmer, die nach Krankheit oder Unfall durch körperliche Einschränkungen nicht mehr in der Lage sind, bestimmte Handgriffe im Büroalltag auszuführen, wie etwa einen Ordner aus dem Schrank holen oder eine Diskette ins Laufwerk einzulegen. Sie sind aber z.B. weiter in der Lage, ihre originären Aufgaben am Computer ausführen.

Das Projekt begleitet bei der Ermittlung des individuellen Hilfebedarfs am konkreten Arbeitsplatz. Der Einsatz technischer Hilfen und die Einbeziehung des kollegialen Umfelds werden geprüft bevor der Bedarf an Arbeitsassistenz festgestellt wird.

ACCESS stellt Arbeitsassistenten zur Verfügung oder begleitet bei der Selbstanstellung von Assistenten durch den behinderten Arbeitnehmer.

Das Beratungsangebot wendet sich auch an Arbeitgeber, die über Fördermöglichkeiten und Anstellungsmodalitäten informiert werden.

Zu bisher begleiteten Berufsbildern gehören u. a. Verwaltungsangestellte, Programmierer, Sozialpädagogen, Unternehmensberater oder Geschäftsführer.

Das Projekt ist möglich geworden durch eine Förderung der Aktion Mensch.

     
    4. Projekt “Aktion Berufsplan”
Das Projekt “Aktion Berufsplan” richtet sich an behinderte Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf im Übergang Schule/Beruf, die eine Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben. Hierbei kooperieren wir mit 5 Schulen aus dem Großraum Nürnberg / Erlangen.

Mit Hilfe "Persönlicher Zukunftskonferenzen" wird ein langfristiger Begleitprozess in Gang gesetzt, um Orientierung und Ziele für die Zukunft zu finden.

Das soziale Umfeld des Schülers bildet dabei den sog. “Unterstützerkreis”, der die Aktivitäten mit unterstützt. Der Schüler steht im Mittelpunkt und bestimmt selbst über sein Leben.

Ziel ist dabei, die Möglichkeiten der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern und zu erhöhen.

Die Integrationsbegleitung von ACCESS unterstützt den Prozess und koordiniert die Aktivitäten. Wichtig ist die Zusammenarbeit und die Koordination mit allen Bündnispartnern, wie dem Teilnehmer, den Eltern, der Schule und dem Arbeitsamt bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive.

Die Integrationsbegleitung klärt mit dem Schüler seine/ihre Interessen und Stärken, um ein Fähigkeitsprofil zu erstellen. Es gilt die Stärken und Fähigkeiten herauszufinden, die Motivation zur Arbeit zu klären und erforderliche soziale Umgangsformen zu stärken.

Mit Hilfe von Praktika in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkt und Job-Coaching (Begleitung am Arbeitsplatz) werden Arbeitsmöglichkeiten erprobt und die Möglichkeiten einer Integration ausgelotet. Ziel ist die Integration in einen Betrieb oder das Finden einer Ausbildungsmöglichkeit.

Das Angebot der "Aktion Berufsplan" ist möglich geworden durch eine Förderung der Aktion Mensch und des Europäischen Sozialfonds, Gemeinschaftsinitiative Equal.

     
    5. Aktion betriebliche Integration
Im Rahmen eines Aktionsprogramms werden Maßnahmen durchgeführt, die eine Beschäftigung von behinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Region nachhaltig verbessern sollen. Auf Initiative und Beteiligung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Frauen und Gesundheit engagieren sich Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Dienstleister und Gewerkschaften gemeinsam in öffentlichkeitswirksamen und strukturverbessernden Aktionen.

Die Kommunikation mit Unternehmen hat einen entscheidenden Stellenwert. Planung, Organisation, Durchführung und Nachbearbeitung der einzelnen Bausteine des Aktionsprogramms werden mit externer Begleitung der Hoffmann & Zachau Unternehmensberatung AG, München durchgeführt.

Im Sinne einer “Lernenden Region” schafft und gestaltet das Aktionsprogramm ein kreatives Milieu, das zur Vernetzung und Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten anregt.

Vier Themenschwerpunkte im Aktionsprogramm fördern eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt:

Weitere vier Themenschwerpunkte sichern die Integrationsarbeit in der Region langfristig: Zielgruppe des Aktionsprogramms sind vorwiegend Entscheidungsträger in Unternehmen sowie Verantwortliche in Politik und Gesellschaft. Darüber hinaus richtet es sich auch an Dienstleister für die Integration von Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben.

Die "Aktion betriebliche Integration" wird gefördert vom Integrationsamt Mittelfranken und dem Europäischen Sozialfonds, Gemeinschaftsinitiative Equal.

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