Lage und Entwicklung des Lehrstuhls für Sonderpädagogik an der Pädagogischen Fakultät Masaryk Universität in Brno
In Übereinstimmung mit einer langfristigen Absicht von Masaryk Universität und der Pädagogischen Fakultät

Marie Vítková

Der Lehrstuhl für Sonderpädagogik an der Pädagogischen Fakultät der Masaryk Universität in Brünn wurde am 1. September 1994 aufgrund der Anforderungen der Studenten, der fachlichen und allgemeinen Öffentlichkeit und dank des Verständnises und der nicht kleinen Unsterstützung von Seite der Fakultätsleitung und auch der Universität gegründet.

Das Hauptziel des neu konstituierten Lehrstuhls ist die Vorbereitung der zukünftigen Lehrer mit der Berücksichtigung der gegenwärtigen Gesellschaftstrends, die durch allmähliche Realisierung der Integration der Kinder/Schüler mit gesundheitlicher Behinderung, im Einklang mit der heutigen Terminologie der Kinder/Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, in die allgemeinen Schultypen und Schuleinrichtungen gegeben wurde.

Bei der Zusammenstellung des Fachprogramms der Sonderpädagogik an der Pädagogischen Fakultät der Masaryk Universität in Brünn wurde Folgendes berücksichtigt :

Auf dem Lehrstuhl sind 1 Professor, 1 Dozent, 10 Fachassistenten tätig. Extern arbeiten mit dem Lehrstuhl Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät MU zusammen. Die Zahl der Studenten im Tages- und kombinierten Studium ist ungefähr 900, 11 interne Doktoranden, 2 externe.

In der Broschüre des Lehrstuhls, die Sie alle erhalten haben, ist die Liste der auserwählten Veröffentlichungen der Lehrstuhlmitglieder aufgeführt. Ausführliche Informationen betreffen ebenfalls die wissenschaftliche Tätigkeit und Forschung der Fachmitarbeiter des Lehrstuhls.

Die wissenschaftliche Tätigkeit des Lehrstuhls wird vor allem in Form von Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen realisiert und das sowohl in der Tschechischen Republik als auch im Ausland. Von Bedeutung ist die Teilnahme an internationalen Programmen Leonardo da Vinci, PHARE, Socrates, Erasmus und EQUAL Programm.

Die Zusammenstellung des Studiums der Sonderpädagogik ist einerseits die Betrachtung der gesamtgesellschaftlichen Bemühungen um Integration/Inklusion der Kinder/Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die allgemeinen Schulen und Schuleinrichtungen. Andererseits reagiert es auf die Notwendigkeit, das Studium der Sonderpädagogik um Altersgruppen zu erweitern, die traditionell nicht in den Bereich des Interesses der Sonderpädagogen einbezogen wurden. Es geht um die Kinder des Frühalters auf der einen Seite, auf der anderen Seite dann um Erwachsene und Senioren.

Mit Berüchsichtigung der Bedürfnisse aller Studenten des Lehramts, die die Bedürfnisse der Schüler mit dem sonderpädagogischem Förderbedarf kennenlernen müssen und sich sowohl mit der Fähigkeit der Arbeit mit ihnen als auch mit der Fertigkeit der Arbeit mit ihnen als auch mit der Fertigkeit der Teamarbeit vertraut machen und zielbewusst die Angebote der Beratungsdienstleistungen nützen (pädagogisch-psychologiesche Beratungsstelle, Sonderpädagogisches Zentrum, Zentrum der Erziehungshilfe) wurde in die allgemeine Grundlage des Studiumsprogramms des Lehramts für Grund- und Mittelschule das Pflichtfach Sonderpädagogik fest verankert. Dieses Fach mit Umgang von einer Vorlesung und zwei Seminarstunden ist mit einer Prüfung abgeschlossen. Für das Studienfach Sonderpädagogik interessieren sich auch Stundenten aus anderen Fakultäten, der Unterricht wird für die Stundenten des Lehramts an den Fakultäten für Informatik und Naturwissenschaft MU realisiert.

Aufgrund der Analyse der oben genannten Anforderungen wurden die Studienpläne des Studienfachs Sonderpädagogik ausgearbeitet. Dieses Fach wird realisiert im Rahmen des Studiumsprogramms Lehramt für Grund- und Mittelschulen Bakkalaureats- und Magisterstudium intern oder kombiniert, Erweiterungsstudium der Sonderpädagogik für die Absolventen der Hochschulen im Rahmen der lebenslangen Ausbildung.

Die Absolventen finden Ihre berufliche Realisierung im Einklang mit dem studierten Studienprogramm in den Kindergärten, Grund- und Mittelschulen, in schulischen Einrichtungen, in den Sonderschulen, Sonderklassen und Klassen für die Legasteniker je nach der Spezialisierung, nach dem Erwerb der Praxis auch in der Pädagogisch-psychologischen Beratungstellen, Sonderpädagogischen Zentren, in Zentren der Erziehungshilfe und in anderen Bereichen.

Spezialisierung der einzelnen Fächer und ihrer Kombination – Sprachbehinderten-pädagogik, Geistigbehindertenpädagogik, Pädagogik der Verhaltensauffälligen, Gehörbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Sehbehindertenpädagogik fangen erst in der letzten Etape des Studiums an.

Aus dem langzeitlichen Interesse der Masaryk Universität (MU) und aus dem angeknüpften langzeitlichen Interesse der Pädagogischen Fakultät an der Masaryk Universität, zu dem auch u.a. Förderung der Entwicklung des Doktorstudiums und der Forschung in den Abteilungen der Universität gehört, geht die Realisierung des Doktorstudienprogramms der Sonderpädagogik aus.

Im Zusammenhang mit der steigenden Anzahl der integrierten Kinder / Schüler mit den Sonderpädagogischen Förderbedarf in den allgemeinen Schulen und Schuleinrichtungen, hat sich in den letzten Jahren die Nachfrage nach den Lehrern mit der sonderpädagogischen Qualifikation erhöht, die fähig sind zu diagnostizieren, die Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Schüler zu finden, auch bei den Schülern mit den Sonderpädagogischen Förderbedürfnissen. Sie sollten ihnen helfen, eine ganze Reihe der Schwierigkeiten zu überwinden, die in ihrer Behinderung verborgen ist und fördern bedeutend optimale Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

Zur Vorbereitung so bereiteten Lehrer der Grund- und Mittelschulen ist aber auch eine grössere Anzahl der Hochschullehrer notwendig, die sich an ihrer Ausbildung beteiligen. Das ist einer der Gründe, warum das Doktorstudienprogramm in dem Fach der Sonderpädagogik realisiert wird. Zum zweiten Grund ist die Anforderung auf die Realisierung der wissenschaftlichen Tätigkeit und Forschung auch im Bereich der Integration/inklusion der Kinder/Schüler/Studenten, die ohne die höchst erudierten Fachmittarbeiter nicht stattfinden könnte.

Zum Schluß kann man sagen, daß gerade die Möglichkeit, genug tiefe theoretische und praktische Kenntnisse im Fach Sonderpädagogik mit der gewählten Spezialisierung auf der Basis der interdisziplinären Erkenntnissen zu erwerben, die die Studienproblematik der Förderung der Seh-, Hör-, Körper- oder Geistigbehinderten, der Menschen mit Lernproblemen, Verhaltensauffälligkeiten oder Kommunikationsstörungen betreffen, gehört zu den Grundunterschieden zwischen dem heutigen Doktorstudienprogramm der Sonderpädagogik und dem Doktorstudienprogramm, das bis zu diesem Jahr an der Pädagogischen Fakultät als einziges Programm für alle, die sich für Pädagogik und Sonderpädagogik interessierten, galt.

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